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DSL Technik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sebastian Schmidt   
Sunday, 04 June 2006

Einleitung:

Wir alle stehen am Beginn eines neuen Internet- Zeitalters, mit breitbandigen Anschlüssen und mobiler Verfügbarkeit. Leistungsfähige und Multimediale Internet Anwendungen stehen uns oder werden uns in jedem elektronischen Endgerät zur Verfügung stehen, ob Laptop, PDA, Spielekonsole oder Mobiltelefon. Der Boom bei DSL ist ein Vorbote dieser neuen Internet Welle. Doch wie funktioniert DSL?


Technik:

Ein analoges Modem an einer normalen analogen Telefonleitung schafft eine Datenübertragungsrate von maximal 56 kBit pro Sekunde. Ein ISDN-Zugang ist hier mit 64 kBit schon ein wenig schneller. Nutzt man nun noch die sogenannte Kanalbündelung, verdoppelt sich die Geschwindigkeit auf 128 kBit pro Sekunde, aber leider auch die Kosten.
Das Tempolimit von 56 kBit für Analoganschlüsse ist aber nicht die wirkliche Grenze der Analogen Technik.
Vielmehr werden die Analogsignale in der Vermittlungsstelle ebenfalls in 64-kBit-ISDN umgesetzt. Diese Umsetzer geben schliesslich die maximale Datenrate vor. Verwendet man bessere Umsetzer, lässt sich die Transferrate von Daten deutlich steigern. Das Stichwort heißt DSL.

Die Übertragungstechnik von DSL ( "Digital Subscriber Line") benötigt zwei Modems, eins in der Vermittlungsstelle des Anbieters und eins beim Kunden. Durch die Verwendung hochwertiger "Umsetzer" kommen so Übertragungsraten bis zu 8 MBit in der Sekunde zustande.
Damit es nicht zu Störungen bei der Transferrate kommt, wird diese Geschwindigkeit jedoch um einiges reduziert. Der Nutzer von DSL ist aber trotzdem noch immer um ein vielfaches schneller als mit einer normalen ISDN Verbindung im Netz "unterwegs".

Es gibt ADSL- und SDSL-Anschlüsse, wobei A für "asymmetrisch" und S für "symmetrisch" steht. Asymmetrisch deswegen, weil die Geschwindigkeit für den Datenstrom zum ADSL-Nutzer deutlich höher ist als andersherum. Downloads gehen dann schneller als Uploads.
Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei ADSL zwischen 1Mbit/s und 3Mbit/s.

Bei symmetrischen Anschlüssen sind "Up-" und "Download" hingegen gleich schnell.

Des weiteren gibt es noch:

HDSL (High Data Rate Digital Subscriber Line) - Auch HDSL nutzt, wie ADSL, die vorhandenen Kupferkabel des Telefonnetzes und überträgt Daten in beide Richtungen. Allerdings erfordert HDSL ein aufwändigeres Modulationsverfahren als ADSL. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt zwischen ca. 1,5 und 2 Mbit/s.

Und

VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) - Auch diese Übertragungstechnologie ist asymmetrisch und erfolgt über das herkömmliche Telefonkabel. Die Geschwindigkeit ist allerdings wesentlich höher: VDSL ermöglicht im Downstream fast 52 Mbit/s und im Upstream rund 2 Mbit/s. Die maximale Geschwindigkeit kann aber nur mit Kabeln erreicht werden, die nicht länger als 500 m sind.

Installation:

Die folgende Folie zeigt den Grundaufbau der Hardware Installtion zur Verwendung von DSL. (Der Aufbau kann in einzelfällen aufgrund der verschiedenen Hausstrukturen abweichen).

Bei einem Analogen Anschluss wird zuerst der Splitter hinter die Erste Telefondoese gesetzt. Dieser Splitter trennt daraufhin das analoge Telefonsignal von dem des DSL’s. Setzt man diesen nicht, ist eine funktion von DSL nicht möglich, das Telefon würde jedoch auch nach der Schaltung der Leitung auf DSL weiterhin funktionieren. Vom Splitter ausgehend schließt man nun einmal das DSL Modem sowie die Telefone an (Bei ISDN zunächst noch den NTBA).

 
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